Klamöttchen Wechsle Dich- Das Zweite

 

Die sommerliche Kleidertauschparty wird sich als Veranstaltungsform im BDP verstetigen, und dabei immer ein wenig variieren. Soviel kann nach dem zweiten Klamöttchen sicherlich schonmal gesagt werden ;).

Auf den monatlichen Choordination Terminen fanden ab Februar mal kurze, mal längere längere Planungseinheiten fürs Klamöttchen statt, so dass insgesamt mehr Ehrenamtler_innen als im Vorjahr über einen längeren Zeitraum beteiligt waren.

Lelia hat dieses Jahr sich verstärkt in die Öffentlichkeitsarbeit mit eingearbeitet, vor allem in die Online Werbung, und hier viel Energie reingesteckt. Hatte Rosie im Jahr zuvor den Klamöttchenflyer (mit Künstler- Holzfigur) entworfen, wurde das Design (20er Jahre Figur) in arbeitsintensiven Treffen in diesem Jahr komplett erneuert. Der Flyer wurde von vielen als extremst gelungen gelobt (...finden wir definitiv auch!!!!). Die Idee, ein Youtube Video zur Veranstaltung im Stop Motion Style zu entwickeln, wurde umgesetzt und diente ebenfalls zur Bewerbung im Netz. Last but not least, wurde ein großes Banner aus alten Stoffresten genäht, um auf dem Fusion Festival auf den Klamottentausch aufmerksam zu machen.

 Aus irgendeinem Grund wurde auch eine Tipp Redakteurin auf uns aufmerksam, rief bei uns im Büro an und wollte weitere Details übers Klamöttchen haben. Komisch war das schon, läuft man den Stadtmagazinen doch sonst eher hinterher. Die Redakteurin war wirklich sehr angetan. Von unserem Konzept ;).

Und vielleicht war das Stadtmagazin Auslöser, jedenfalls kamen am 9. Juli viele nette, interessierte junge Erwachsene in die Kaubstraße und tauschten in ebenso netter Atmosphäre ihre mitgebrachten Stücke gegen „quasi“ Neues.  Am Eingang wartete ein kleines Empfangskommitee auf die Besucher_innen, um Teilnehmer_innen für eine kleine Sprachband- Aktion zu gewinnen. Ausgangspunkt der Aktion war, für die Vielfalt von Sprachen zu sensibilisieren. Im Vorfeld war Kontakt zu der Flüchtlingsunterkunft im Rathaus Wilmersdorf geknüpft worden. Die Idee war, kein richtiges Sprachcafé für Geflüchtete beim Klamöttchen anzubieten, sondern den Teilnehmer_innen zu ermöglichen, bei Interesse andere Besucher_innen auf einer anderen Sprache anzusprechen. Je Sprache gab es ein andersfarbiges Band ums Armgelenk geknotet. So konnte man wahrnehmen, wer welche Sprache spricht. Im Vorfeld war im Team übrigens diskutiert worden, ob deutsch eine Extrafarbe erhalten sollte oder als einzige Sprache ausgelassen wird. Leider, sollte an dieser Stelle noch erwähnt werden, kamen gar keine Geflüchteten aus dem Rathaus (wohl aber vereinzelt andere). Hier sollte man nochmal überlegen wie man die Bewohner_innen anders ansprechen könnte. Die Sprachbandaktion kam aber gut an. Und es wurde sogar überlegt, den Empfang noch mehr als Instanz für thematische Befragungen o.ä. zu nutzen.

Das Klamöttchen wurde in diesem Jahr zudem durch Musikauftritte verschönert. Nik & Ella sangen eigene Lieder. Und der BDP Chor „Choordination“  trat das erste Mal öffentlich auf.

Über „Pfadfinden für eine gerechtere Welt“ vermittelt, nähte Ela Roth mit Besucher_innen Bunnys bis die „alten“ Socken aufgebraucht waren. Neben Kuchenbuffet und Limobar wurden Buttons bedruckt.

Was die Limos anbelangt, erhielten wir in diesem Jahr erneut von Kreuzbär eine Spende. Vielen dank an dieser Stelle nochmal an unseren mittlerweile liebsten lokalen Fassbrausenhersteller ;) Und OSTMOST, die ein super Konzept haben und die Brandenburger Streuobstwiesen „mit - retten“ waren das erste Mal mit von der Partie.

Bei „Ladenschluss“ hatten wir durch den Verkauf von Speis (liebevoll hergestellte und gespendete Kuchen) und Trank 340,60 € eingenommen, welche in die Kampagne für Saubere Kleidung fließen. Damit hatten wir unser Spendenziel erreicht und den Spendenbeitrag quasi zum Vorjahr verdoppelt!

 Im Gegensatz zu 2015 wurde auf den Choordination Treffen bereits im Vorfeld dazu angeregt, sich darüber Gedanken zu machen, was nach dem Tauschevent mit den vielen zurückgelassenen Klamotten passieren soll. Letztes Jahr wurden übrigens alle Kleidungsstücke, die sich für Herbst und Winter eignen mit einer Organisation für Geflüchtete auf die Balkanroute mitgegeben. Einige sportliche Jungenklamotten gingen in die Unterkunft für Unbegleitete Minderjährige (UMFs) Flüchtlinge an den Teufelssee. Unter anderem wurde beim Durchsehen übrigens auch ein Tshirt des Sportherstellers PUMA gesichtet, welches in Syrien hergestellt worden war. „Ditt is schon janz schön makaber!“

Im November werden einige Textilien, die beim Klamöttchen zurückgelassen wurden, per Upcycling wieder aufgehübscht werden.

Wir danken allen, die sich im Rahmen des Klamöttchens engagiert haben, Spender_innen ebenso wie den Ehrenamtler_innen die durch ihr Engagement, den Event mitgestaltet haben. Und den Besucher_innen!

 

 

Heh, ihr alten Socken! Bringt auch eure alten Socken mit zum KLAMÖTTCHEN, gerne solche, die nicht bis zum Himmel stinken;). Ela wird euch zeigen, was man aus den alten Socken noch so machen kann... Sie unterstützt durch ihre Arbeit übrigens ein Projekt in Honduras. Finden wir gut!

Mehr darüber hier:

https://www.youtube.com/watch?v=zT9s9qYONTQ&feature=youtu.be

 

The Bunny Mission: Upcycling trifft Entwicklungsprojekte

Mit ihrem Workshopangebot zu ihrem Projekt „The Bunny Mission“ zeigt Ela, wie durch Upcycling von Socken ein nachhaltiger Bunny entstehen kann und damit zugleich entwicklungspolitische Projekte unterstützt werden können. Schaut vorbei!

Zum zweiten Mal wird das KLAMÖTTCHEN übrigens von KREUZBÄR per Getränkespende unterstützt...und zwar braut dieses Berliner Unternehmen im Brauhaus Südstern Fassbrause (mit Koffein) für Berliner Schnauzen ;-)....Kurz zu ihrer Ideologie: "Bereits aus Kindheitstagen bekannt und beliebt möchten wir die eingestaubte Ursuppe Berlins ins 21.Jahundert holen. Hierfür kombinieren wir Erfrischungsgetränk des frühen 20. Jahrhunderts mit dem Lebenselixier der Gegenwart - Fassbrause mit Koffein! Und so wie L.Scholvien 1908 absolutes Neuland betrat, wagen wir uns mit dieser schmackhaften Mischung auf ungeebnete Pfade."

Topp! Und danke.

Ach ja, die Flaschen sehen aus wie Bierflaschen.... Unsere alkoholfreie Klamottentauschparty sah dadurch zumindest optisch gar nicht so alkoholfrei aus ;)

Als Konsument_innen haben wir die Macht, Druck auf Firmen auszuüben und dazu beizutragen, dass sich Arbeitsbedingungen (in anderen Ländern) verbessern....

We proudly announce...a new sponsor of KLAMÖTTCHEN ;) Täterätäää! Wir werden euch Schorlen des Berliner Unternehmens OSTMOST beim Kleidertausch anbieten. Juchu! OSTMOST hat ein richtig cooles Getränke Konzept. Das Unternehmen setzt sich für den Schutz und Erhalt von Streuobstiwesen in den östlichen Bundesländern ein..

OSTMOST – das sind Säfte, Schorlen und Cider aus Berlin. Der Name ist dabei Programm: Most aus dem Osten des Landes, also durch Keltern gewonnener Fruchtsaft aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für die Herstellung werden ausschließlich Früchte von Streuobstwiesen, die nach strengen Kriterien öko-zertifiziert werden, genutzt. Das bedeutet auch, dass die Getränke limitiert sind – und zwar auf natürliche Weise, denn die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen schließt eine Massenproduktion aus. Ganz generell steht das  Thema „Streuobstwiesen“ im Mittelpunkt bei OSTMOST: Es dreht sich – neben den Produkten – alles um den Schutz und Erhalt der östlichen Streuobstwiesen.

http://www.about-drinks.com/ostmost-aus-den-streuobstwiesen-und-fuer-den-guten-geschmack/