Der BDP in der Presse
Pfadfinder im Schnee (Goslarsche Zeitung 13.02.2007)
Pfadfinder in Schöneberg
Spielend gegen Vorurteile
Inklusion und Integration - ein Beitrag von Lisa Reimann aus dem BDP-Integrationsprojekt
STADTTEILZEITUNG Juli/August 2006
Pfadfinder in Schöneberg
Der Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP) hat seit Mai 2006 eine Kindergruppe im Schöneberger Insel-Kiez.
Das freut nicht nur den BDP, der damit in einem neuen Stadtbezirk Berlins auflebt. Noch mehr freuen sich die Kinder, die an der Gruppe teilnehmen. Einmal in der Woche findet ein regelmäßiges Treffen statt, bei dem gespielt, gebastelt und gebaut wird. Mit den unterschiedlichsten Materialien, (mit Vorliebe aus der Natur) wird zu den verschiedensten Themen kreativ gearbeitet. Zum Beispiel werden Musikinstrumente gebaut, Handpuppen werden gebastelt, Speckstein wird bearbeitet und vieles mehr. Der Sommer bietet die wunderbare Möglichkeit, nach draußen zu gehen und aktiv zu sein. Dabei werden eine Bandbreite von Bewegungsspielen genutzt. Sonst gibt es aber auch einen großzügigen Raum mit Küche, viel Licht und einer einladenden Atmosphäre.
Die Gruppe lebt vor allem von den Kindern selbst, die tolle Ideen haben. Diese sollen sie selbstverständlich in die Tat umsetzen können. Dennoch stellen die verschiedenen Tätigkeiten keine Pflicht dar.
Vielmehr soll die Gruppe die Möglichkeit bieten, ein Treffpunkt für die Kinder aus dem Kiez zu sein, eine kleine Insel im Alltag, wo sie Freunde wiedersehen und Spaß haben. Der Besuch der Gruppe kostet die Kinder lediglich einen kleinen Obolus von einem Euro in der Woche.
Der Bund Deutscher PfadfinderInnen betreut seit vielen Jahren auch in anderen Stadtteilen Berlins Projekte für Kinder und Jugendliche. Unter anderem arbeitet er in sozial benachteiligten Randgebieten. So zum Beispiel gibt es den Abenteuerspielplatz im Märkischen Viertel oder das Integrationsprojekt in Berlin-Mitte für behinderte und nichtbehinderte junge Menschen.
Darüber hinaus führt der BDP Ferienlager für Kinder und Jugendliche durch; in diesen Sommerferien geht es z.B. auf die Mecklenburger Seenplatte und in den Harz.
Alle Kinder zwischen 8 und 11 Jahren sind herzlich in der Kindergruppe Schöneberg willkommen.Treffpunkt ist immer Donnerstags von 16:45 Uhr bis 18:15 Uhr im Kinderladen in der Gotenstraße 82.
Bei Interesse können Sie unter der Telefonnummer: 8 73 03 59 mehr Informationen erhalten.
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BERLINER MORGENPOST vom 11. April 2006
Spielend gegen Vorurteile
Spandauer Bauverwaltung bezahlt aus ihrem Etat Betreuer in Haselhorst und der Neustadt
Von Helga Labenski
Dosenwerfen gegen Frust und Aggressionen, Fahren mit BMX-Rädern zum besseren Kennenlernen - Der Bezirk Spandau geht neue Wege, um in sozial schwierigen Gebieten Kinder und Jugendliche verschiedener Kulturen zum konfliktfreien Miteinander zu bringen. Aus ihrem Sonderetat für die Sanierung von Spielplätzen bezahlt die Bauverwaltung erstmals Sozialpädagogen, die sich auf zwei Spielplätzen in sogenannten Problemkiezen gezielt um Kinder und Jugendliche kümmern sollen. Gestern wurde auf dem Spielplatz Koeltzepark und auf dem Regenbogen-Spielplatz der Bernd-Ryke-Grundschule der Beginn des Projekts mit großen Spielfesten gefeiert.
"Wir wollen die Kinder erst einmal kennenlernen und sehen, was sie brauchen und sich wünschen", sagt Jessica Albert. Die angehende Erzieherin wird bis Herbst auf Honorarbasis mit einer Kollegin im Auftrag des Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) Kinder auf dem Spielplatz Koeltzepark mitten in der Spandauer Neustadt betreuen. 10 000 Euro hat das Bezirksamt für das Vorhaben in dem von vielen Migranten und hoher Arbeitslosigkeit geprägten Ortsteil bereitgestellt. Weitere 5500 Euro gibt er für ein vergleichbares Vorhaben während der Osterferien in der Haselhorster Ryke-Schule aus. Auch die Skaterbahn am Magistratsweg wird für 15 000 Euro betreut. "Die Kinder und Jugendlichen haben hier große Probleme untereinander, aber auch große Probleme in ihren Familien", weiß die BDP-Koordinatorin Fikriye Dinar.
Daß Spielplätze, auf denen sich Zerstörungswut und Konflikte zwischen kleineren Kindern und Jugendgruppen häufen, besonders betreut werden, ist nicht völlig neu. So macht der Bezirk Mitte mit der Betreuung von drei Bolzplätzen durch freie Träger seit Jahren gute Erfahrungen. Die Pädagogen werden dort aus dem Etat der Jugendhilfe finanziert. Ungewöhnlich an dem Spandauer Modell aber ist, daß es auf Initiative und mit Mitteln der Bauverwaltung gestartet wird. "Wir haben ganz bewußt den Schwerpunkt auf zwei Spielplatz-Betreuungsprojekte in sozial schwierigen Kiezen gelegt, die nicht durch Senatsgelder im Zuge von Stadtteil- oder Quartiersmanagement gefördert werden", sagt Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU), auch für Stadtentwicklung zuständig. Mit 30 000 Euro hat der Bezirk ein Fünftel seines Spielplatz-Sonderprogramms für das Sozialprojekt freigegeben. Röding hofft, daß es Bürger anregt, sich ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche zu engagieren. Eine Erweiterung der Betreuung auf andere Bolzplätze mit Mitteln des Bezirks sei aus finanziellen Gründen "nicht realistisch".

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